Der ultimative Affiliate-Marketing-Guide

Ob millionenschweres Unternehmen, kleine Nischenmarke oder ambitionierter Influencer – in kaum einem Marketingkanal steckt heutzutage mehr Potenzial für schnelles, konstantes Umsatzwachstum wie in Partnerprogrammen. In unserem ultimativen Guide bringen wir Dir alles bei, das Du über Affiliate-Marketing, seine Vorteile und Möglichkeiten wissen musst, um als Advertiser oder Publisher durchzustarten und Deinen Profit im Handumdrehen in neue Höhen zu katapultieren.

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Ryan Council
Ryan Council
Product Marketing Manager
Lesezeit: 15 mins

Was ist Affiliate-Marketing und wie startest Du Dein eigenes Partnerprogramm?

Weltweit erwirtschaftet Affiliate-Marketing jährlich $12 Milliarden Dollar* (Stand 2017), wobei $6,8 Milliarden davon alleine aus den USA kommen – und nicht nur das: Affiliate-Marketing hat sich selbst während wirtschaftlich unsicherer Zeiten als konstanter Top-Performance-Marketingkanal bewährt, und im Marketingbereich wurde Affiliate-Marketing im Speziellen aufgrund seines hohen Umsatzpotenzials sowohl für Advertiser wie auch Publisher kürzlich als einer der Skills mit der höchsten Nachfrage* überhaupt gerankt.

Advertiser können mit Affiliate-Marketing bis zu 30% ihres Gesamtumsatzes aus Partnerprogrammen generieren, mit einem durchschnittlichen ROI von 1:15. Gleichzeitig können Publisher mit lukrativen Partnerschaften bis zu $10.000 täglich* verdienen – oder zuallermindest ihre Einnahmequellen diversifizieren und ihre Umsätze mit Performance-Partnerschaften gezielt steigern.

Egal also, ob Du ein aufsteigender Advertiser oder ein hochmotivierter Publisher bist, mit diesem ultimativem Affiliate-Marketing-Guide bist Du goldrichtig. Schritt für Schritt bringen wir Dir hier alles bei, was du wissen musst, um das Beste aus Deinem Partnerprogramm zu holen.

In diesem Guide findest du Antworten auf Fragen wie:

  1. Was ist Affiliate-Marketing?
  1. Was genau steckt hinter Affiliate-Programmen?
  1. Affiliate-Plattformen und -Netzwerke
  1. Wie Du im Affiliate-Marketing als Publisher durchstartest

1. Was ist Affiliate-Marketing?

Affiliate-Marketing ist ein performance-basierter Marketingkanal. Advertiser entlohnen hierbei Publisher dafür, dass diese Traffic oder Verkäufe für ihre Website generieren. Beginnen wir mit den vier Hauptakteuren im Affiliate-Marketing:

  1. Publisher — Personen oder Unternehmen, die dafür bezahlt werden, Klicks, Leads und/oder Sales für Advertiser zu generieren. Werden auch Affiliates oder schlicht Partner genannt.
  2. Advertiser — werbetreibende Unternehmen, die Provisionen an Publisher zahlen, die im Gegenzug Traffic, Leads oder Verkäufe für ihre Website und/oder ein bestimmtes Produkt generieren. Werden auch als Brands bezeichnet.
  3. Verbraucher — Die Endverbraucher oder potenzielle Kunden, die im Idealfall auf die Affiliate-Links von Publishern klicken.
  4. Partnermanagement-Plattform — Eine Technologielösung, die eine direkte Partnerschaften zwischen Advertiser und Publisher ermöglicht. Sie bietet meist praktische Funktionen für Tracking, Vertragsgestaltung, Partnerauszahlungen sowie Reporting

Publisher betreuen üblicherweise eine Website oder einen Social-Media-Kanal und bewerben Advertiser über trackbare Links, die sie dort platzieren.

Affiliate-Links finden sich üblicherweise in/auf:

  • Blogs
  • Gutschein-Seiten
  • Produktbewertungen und -reviews
  • Werbebannern
  • Produktvergleichsportalen
  • E-Mail-Kampagnen
  • Social-Media-Posts und -Kanälen

Wie funktioniert Affiliate-Marketing?

Das Konzept hinter Affiliate-Marketing kann anfangs schwierig zu verstehen sein, also sehen wir es uns Schritt für Schritt an.

Wenn ein Publisher (Partner oder Affiliate) dem Affiliate-Programm eines werbetreibenden Unternehmens (Advertisers) beitritt, vergibt dieses Unternehmen an ihn individualisierte/unique Tracking-Links. Der Publisher kann diese Links dann auf seiner eigenen Website, in seinen Social-Media-Kanälen, in E-Mail-Kampagnen, Newsletter und in weitere Werbemittel einbinden.

Verbraucher klicken dann auf diese Links und gelangen so zur Website des Unternehmens, um ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erwerben. Als Vergütung für seinen Beitrag zu diesem Verkauf erhält der Publisher schließlich vom Unternehmen eine Provision.

Beispiel: Gehen wir davon aus, dass der Publisher ein Vlogger (Video-Blogger) ist, der eine Videoreihe erstellt, in der er diverse Sneaker-Reviews veröffentlicht. Ein Sneaker-Fan sieht dieses Video, möchte den vorgestellten Sneaker für sich erwerben und klickt deshalb auf den Produktlink (Affiliate-Link), den der Vlogger in der Beschreibung seines Videos zur Verfügung gestellt hat und der den Verbraucher direkt zur Website oder zum Shop des Unternehmens bringt, das diesen Sneaker verkauft. Tätigt der Verbraucher nun tatsächlich einen Kauf, erhält der Vlogger vom Unternehmen eine (Vermittlungs-)Provision.

Wie funktionieren Affiliate-Provisionen?

Affiliate-Marketing ist ein performance-basiertes Modell – das heißt, dass Publisher nur dann eine Provision erhalten, wenn bestimmte „Conversions” oder andere „Events“ eintreten. Ein Event kann dabei eine Reihe an Aktionen sein, die ein User auf der Website des Unternehmens durchführt, beispielsweise ein Sale, also tatsächlicher Kauf, eine Anmeldung für einen Newsletter oder die Registrierung eines neuen User-Kontos.

Das performancebasierte Affiliate-Programm nutzt üblicherweise standardisierte Zahlungsstrukturen, die sich auf klar nachvollziehbare Eventsstützen, darunter:

  • Cost per Action/Acquisition (CPA)
  • Cost per Lead (CPL)
  • Cost per Klick (CPC)

Wie funktionieren Auszahlungen an Affiliates?

Früher wurden Publisher nur dann bezahlt, wenn sie den letzten Click (Last-Click) vor einem Verkauf erzielten, also jenen Klick generierten, der den Sale tatsächlich garantierte. Heutzutage kann die gesamte Customer-Journey mithilfe von Partnermanagement-Plattformen abgebildet werden. Dies ermöglicht eine Differenzierung zwischen den Beiträgen (Events, Touchpoints) der einzelnen Affiliates. So wird eine Vergütung nach dem eigentlich geleisteten Beitrag/Value sichergestellt und Advertiser können im Detail entscheiden, welche Aktionen sie vergüten möchten – und wie. Provisionen können somit auch an alternative Ziele gebunden werden, beispielsweise:

  • Der erste Klick zur Advertiser-Website (First-Click)
  • Ein Beitrag zum Conversion-Pfad
  • Monatliche Performance
  • Kundenstatus
  • Promo-Codes
  • Bestimmte SKUs

Diese Flexibilität und Möglichkeit, Provisionszahlungen zu diversifizieren, gestaltet sich für Publisher als äußerst vorteilhaft. Advertiser verstehen und berücksichtigen nun den Beitrag, den Publisher in der gesamten Customer-Journey spielen. Daraus ergibt sich, dass Publisher nun nicht nur dann bezahlt werden, wenn sie die letzte Position in dieser Reise einnehmen – also den letzten Klick zum Verkauf generieren –, sondern auch dann, wenn sie lediglich einen Teil dazu beigetragen haben – sei es durch geschaffene Awareness für den Advertiser und seine Produkte, Engagements aller Art, First-Clicks oder eben Last-Clicks.

Warum lohnt sich Affiliate-Marketing?

Affiliate-Marketing ist deshalb so populär, weil es für alle involvierten Akteure erschwinglich und risikoarm ist. Zudem erkennen immer mehr Unternehmen das grenzenlose Potenzial von Performance-Partnerschaften. Mehr als 15 Prozent des gesamten digital erwirtschafteten Umsatzes weltweit* resultiert heutzutage aus Affiliate-Partnerschaften – und im Durchschnitt tragen High-Maturity-Partnerprogramme 28 Prozent des Gesamtumsatzes* von Unternehmen bei, die auf Affiliate-Marketing setzen.

Affiliate-Marketing ist ein flexibler Kanal, der Unternehmen dabei hilft, neue Zielgruppen zu erschließen, ihren Umsatz zu steigern und effizient zu skalieren. Advertiser zahlen nur dann, wenn auch Resultate erzielt werden, was bedeutet, dass dieser Marketingkanal mit geringem Risiko und hohem Wachstumspotenzial einhergeht. Ein großartiges Beispiel für erfolgreiches Affiliate-Marketing findet sich beim US-amerikanischen Essenslieferservice Purple Carrot. Das Unternehmen startete ein brandneues Affiliate-Programm und verzeichnete bereits in den ersten Monaten eine 68-prozentige Steigerung an Bestellungen sowie eine 30-prozentige Steigerung ihres Return-on-Ad-Spend (ROAS)*.

Eine Umfrage der Performance Marketing Association* ergab, dass der ROAS für den Affiliate Kanal bei 12:1 (ausgenommen Finanzdienstleister) lag. Unser praktischer Affiliate-Programm-Investitionsrechner* ist ein großartiges Tool, um herauszufinden, wie Dein ROI aussehen könnte, solltest Du Dich dafür entscheiden, in die Partnermanagement-Plattform von impact.com zu investieren.

Gleichzeitig können Publisher sich für Partnerschaften mit Advertisern entscheiden, deren Werte mit ihren eigenen übereinstimmen. Alles, was ein Publisher tun muss, ist einen Link auf seiner Seite oder in seinen Social-Media-Kanälen zu teilen. Im Gegenzug stehen ihm unlimitierte Einnahmemöglichkeiten durch den Traffic, den er auf die Website des Advertisers leitet, zur Verfügung – sei es für Sales beim ersten Klick oder jeden anderen Beitrag entlang der Customer-Journey. Dem Partnerprogramm eines Unternehmens beizutreten, ist für Publisher zudem üblicherweise kostenlos; somit ist Affiliate-Marketing auch für sie praktisch risikofrei.

Was sind Affiliate-Partnerschaften?

Der Affiliate-Marketingkanal existiert bereits seit den späten 1990ern, hat sich in den letzten Jahren jedoch maßgeblich verändert. Strategien, die noch vor wenigen Jahren bestens funktionierten, sind heutzutage nicht mehr ideal. Affiliate-Partnerschaften bieten jedoch eine neue, rentable Sichtweise auf die Beziehung mit Publishern.

Affiliate-Partnerschaften heutzutage legen Wert auf den langfristigen Aufbau von Beziehungen mit Publishern und beinhalten zumeist ein komplettes Lifecycle-Management dieser – von der Partnerakquise bis zur Optimierung des Affiliate-Programms bis zur Reoptimierung – durch bedeutsame Einblicke in die genauen Vorgänge und die Performance dieser Partnerschaften. Advertiser können zudem den Wert ihrer Verbraucher ermitteln und deren gesamte Customer-Journey effektiv nachvollziehen.

Für einen vollständigen Überblick über die Geschichte von Affiliate-Kanälen und darüber wie deren Strategie sich weiterentwickelt hat, wirf doch einen Blick in unsere E-Book Affiliate-Marketing ist tot*.

Welche Arten von Affiliate-Partnern gibt es?

Jede Art von Affiliate-Partner erreicht sein Publikum auf unterschiedliche Art und Weise, beispielsweise über Blog-Posts, Gutschein-Seiten oder E-Mail-Kampagnen. Jeder Partner-Typ erreicht den Kunden dabei auf einem anderen Abschnitt der Customer-Journey. Ein Social-Media-Influencer könnte so zu Beginn dieser Journey die Awareness für ein Unternehmen oder ein Produkt steigern, während der Betreiber einer Gutschein-Seite dabei hilft, den finalen Sale am Ende der Customer-Journey zu erzielen.

Hier findest Du die gängigsten Arten von Affiliate-Partnerschaften:

  • Content-Partner: Der Partner erstellt Content, wie beispielsweise Blogs oder Produktberichte bzw. Tests, um Verbrauchern die Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens näherzubringen.
  • Gutscheine, Coupons und Deals: Der Partner bewirbt ein Unternehmen, indem er Gutscheine, Coupons oder Rabatt-Codes anbietet oder auf spezielle Deals aufmerksam macht.
  • Affiliate-Tools: Tools, als Sub-Partnernetzwerk dienen und Sub-Affiliate-Partnern die Möglichkeit bieten, ihren Content möglichst einfach zu monetarisieren (z. B. VigLink, Skimlinks, etc.).
  • Mobile-App-Affiliate: Der Partner nutzt seine App, um Traffic für die Website oder App des Advertisers zu generieren.
  • E-Mail-Marketer: Der Partner nutzt E-Mail-Kampagnen, um mit seinem Publikum in Kontakt zu treten, um eine Brand oder ein bestimmtes Produkt zu bewerben.
  • Social-Media-Influencer und -Communities: Diese Partner nutzen soziale Netzwerke wie Instagram, Facebook oder YouTube, um ihrem Publikum von einem Unternehmen zu erzählen.
  • Vergleichsportale: Diese Partner besitzen datengetriebene Websites und veröffentlichen üblicherweise Produkt- oder Preisvergleiche.
  • Treueprogramme und Cashback: Diese Partner geben einen Teil ihrer Affiliate-Provision in Form von Cashback- oder Treueprogramm-Prämien an die Verbraucher ab.
  • Paid-Search-Affiliate: Der Partner bietet hierbei auf Paid-Search-Keywords und -Phrasen, um Traffic für die Website des Advertisers zu generieren.
  • Pay-per-Call-Partner: Diese Partner rufen Verbraucher dazu auf, Advertiser telefonisch zu kontaktieren. Das Unternehmen trackt die Anrufe und vergütet die Partner entsprechend.
  • Vlogger: Video-Blogger bewerben Unternehmen und deren Produkte in ihren Video-Blogs. Typische Beispiele für solche Vlogs sind Unboxing-Videos oder Produkt-Reviews.● B2B: Unternehmen schließen sich mitunter auch mit anderen Unternehmen zu strategischen Brand-to-Brand-Partnerschaften zusammen.

2. Was genau steckt hinter Affiliate-Programmen?

Egal, ob Du dabei bist, Dein eigenes Affiliate-Programm zu launchen, oder als Publisher dem Programm eines Unternehmens beitreten möchtest, hier erfährst du, was Du über Affiliate-Programme im Vorfeld wissen solltest.

Was ist ein Affiliate-Programm?

Ein Affiliate-Programm ist der Prozess oder das System eines Unternehmens, um dessen Affiliate-Marketing-Partnerschaften zu managen. Unternehmen betreiben dabei Programme, denen Publisher bzw. Affiliate-Partner beitreten können. Das Ziel dabei ist es, die Beziehung zwischen dem Unternehmen und seinen Partnern in den Bereichen Neupartnerakquise oder Partnerakquise, Onboarding sowie Vertrags- und Zahlungswesen zu unterstützen sowie gemeinsam vorteilhafte Umsatzmöglichkeiten zu schaffen bzw. nutzen. Jedes Affiliate-Programm kommt dabei mit seinen eigenen Regeln und Bedingungen:

Ein Affiliate-Programm baut auf drei Akteure:

  1. Der Publisher oder Affiliate
  2. Der Advertiser bzw. das Unternehmen
  3. Das Partnernetzwerk bzw. eine Technologie, z. B. eine SaaS-Plattform (Software-as-a-Service-Plattform)
  4. Advertiser können einfach SaaS-Plattformen nutzen, um ihre Partner oder ein Affiliate-Netzwerk zu managen. Mehr dazu später.

Die beste Art, zu beschreiben, wie ein Affiliate-Programm funktioniert, ist jener, es in seine einzelnen Schritte der Affiliate-Journey zu unterteilen, also die einzelnen Schritte, die Publisher auf dem Weg zu ihrer Provision durchlaufen.

Der Weg zur Provision

Wie funktioniert Affiliate-Tracking?

Ein Advertiser gibt seinen Publishern oder Affiliates Zugriff auf Tracking-Links, die alle Klicks tracken. Einige Affiliate-Programme erlauben es Partnern dabei, das Aussehen dieser Links anzupassen. Viele Advertiser erstellen zudem spezifische Landing-Pages auf ihrer Website, auf die Publisher direkt verlinken können.

Um bestimmte Conversion-Events zu tracken, können Advertiser auf die folgenden Tracking-Methoden zurückgreifen:

  • Javascript-Tags — die am häufigsten verwendete Tracking-Methode. Javascript-Tags erfassen eine große Bandbreite an Daten, was das Reporting und somit auch die Möglichkeiten für Provisionszahlungen erweitert. Javascript-Tags ermöglichen das Tracking von Links, Conversions und des User-Verhaltens auf der Website in Echtzeit.
  • Image-Pixel — eine weniger genaue Tracking-Methode für Klicks und Conversions. Image-Pixel ermöglichen ebenfalls Echtzeit-Tracking, jedoch werden weniger Daten erfasst.
  • API-Aufrufe — auch Server-to-Server-Tracking genannt. Application-Programming-Interface-Aufrufe (kurz: API-Aufrufe) übermitteln Conversion-Daten über einen Web-Service-API-Aufruf an eine SaaS-Plattform oder ein Partnernetzwerk. API-Aufrufe benötigen keine Cookies und können ihre Daten in Echtzeit oder mit Zeitverzögerung zur Verfügung stellen. Hierbei handelt es sich um die nach heutigen Standards zukunftssicherste Tracking-Methode*.
  • FTP-Tracking — eine andere Art von Server-to-Server-Tracking. Diese Methode nutzt einen FTP-Server, um Tracking-Daten entweder zu empfangen oder weiterzuleiten. Advertiser erstellen dabei ein „.CSV“-File von allen Conversions, die auf deren Website generiert werden, und übermitteln dieses via FTP an impact.com.

Alle oben genannten Tracking-Methoden funktionieren aktuell problemlos. Vergiss jedoch nicht, dass Google bereits angekündigt hat, Third-Party-Cookies komplett abschaffen zu wollen*. Um Dich und Dein Partnerprogramm also für die Zukunft zu wappnen, solltest du vornehmlich auf Tracking via APIs bauen. Diese verlassen sich nicht auf Third-Party-Cookies und ermöglichen es Advertisern, Browser-Policies zu umgehen.

Advertiser können über APIs zudem auch direkt mit Technologieplattformen kommunizieren. APIs benötigen keinen Browser als Bindeglied in der Kommunikation, was die Menge an Daten, die geteilt werden muss, maßgeblich verringert. API-Tracking verbessert zudem die Attribution (also beispielsweise die Möglichkeit, User-Aktionen gezielt einzelnen Schritten der Customer-Journey zuzuordnen).


3. Affiliate-Plattformen und -Netzwerkes

Jedes Affiliate-Programm benötigt die richtige Technologie, um sämtliche Vorgänge im Hintergrund zu regeln und zu organisieren. Möchtest Du Dein Affiliate-Programm ausbauen, hast Du dabei vor allem zwei Möglichkeiten:

1. Partnernetzwerke

Netzwerke geben Advertisern Zugriff auf eine große Auswahl an möglichen Partnern. Sie ermöglichen das einfache Finden von relevanten Publishern und ein problemloses Onboarding dieser. Als Advertiser bist Du hierbei jedoch auf die Publisher im jeweiligen Netzwerk beschränkt und kannst keine Publisher von außerhalb dieses oder aus anderen Netzwerken zu Deinem Programm hinzufügen. Partnernetzwerke bieten meist Service-Bundles an, die ihrem Angebot weitere Dienstleistungen hinzufügen.

2. Software-Lösungen wie SaaS-Plattformen

SaaS- oder Partnerplattformen bieten Advertisern Flexibilität und Kontrolle, indem sie es ihnen erlauben, mit jedem Publisher zu arbeiten, mit dem sie arbeiten möchten – nicht nur jenen, die Teil des eines bestimmten Netzwerks sind. SaaS-Plattformen helfen Advertisern dabei, ihr gesamtes Partnerprogramm-Management über den kompletten Partner-Lifecycle hinweg zu automatisieren: Discovery & Recruitment, Contact & Pay, Tracking, Engagement, Protection & Monitoring, sowie Optimization – also alles von der Partnerfindung und Rekrutierung über die Vertragserstellung, Zahlungsabwicklung und das Tracking bis hin zur Überwachung und Optimierung.

Wie Du die richtige Affiliate-Plattform für Deine Marke auswählst

Jedes erfolgreiche Affiliate-Programm nutzt eine Affiliate-Plattform, um beim Management des Programms zu helfen. Die beliebtesten Affiliate-Plattformen sind dabei SaaS-Plattformen und Partnernetzwerke*. Die Tabelle unten gibt Dir einen Überblick über die Unterschiede dieser Plattform-Arten. Welche Option Du auch auswählst, im Idealfall wird sie Dir dabei helfen, Deine Partner über ihren gesamten Lifecycle* hinweg mithilfe automatisierter Vorgänge zu managen.

 SaaS-PlattformenPartnernetzwerke
Discovery and recruitmentFinde hochwertige Affiliate-Partner, die inkrementellen Wert generieren, und rekrutiere sie für Dein Programm. SaaS ermöglicht es Dir dabei, Deine Partner breit aufzustellen, und trägt gezielt zum Wachstum deines Programms bei. Advertiser können unterschiedliche Publisher von außerhalb des Netzwerks rekrutieren – sogar solche, die sich außer Reichweite ihrer Konkurrenz befinden.Einfacher Plug-and-Play-Zugriff auf eine große Auswahl an Publishern, die für schnellen Traffic sorgen können. Advertiser haben allerdings keinen Zugriff auf Publisher außerhalb des eigenen Netzwerkes.  
Contracts and payoutsFrei anpassbare Zahlungsmodelle, die auf jeglichen Schritt im Conversion-Funnel angewendet werden können.Simple Zahlungs- und Vertragsmodelle, die Publisher über Provisionen entlohnen. Für gewöhnlich Last-Click-basiert.
Verbraucher-Experience / Nutzer-KontrolleDer direkte Zugriff auf die Partner erlaubt die Kontrolle der Verbraucher-Experience. Ermöglicht zudem die Erhebung von detailliertem Engagement-Feedback.Dein Unternehmen wird durch das Partnernetzwerk von den Traffic-treibenden Publishern bzw. Affiliates abgeschottet. Das Verbraucherverhalten kann dadurch schwer nachvollziehbar sein.
Kommunikation & EngagementTritt in großem Rahmen mt Deinen Affiliate-Partnern in Kontakt, indem du etwa automatisierte Nachrichten verschickst. Partner können zudem personalisierte Nachrichten erhalten, sobald sie bestimmte Meilensteine erreichen oder ihren ersten Verkauf erzielen.Arbeite mit beliebten High-Profile-Publishern, aber beachte, dass es schwierig sein kann, außerhalb Deines Netzwerks zu kommunizieren. Da sie zudem non-exklusiv sind, können dieselben Publisher auch mit Deiner Konkurrenz zusammenarbeiten.
Life cycle managementRationalisierte Workflows vereinfachen Deinen Job. Du kannst hierbei alles von der Partnerfindung über die Rekrutierung bzw. das Onbarding bis hin zum Management über den gesamten Partner-Lifecycle hinweg auf derselben Plattform durchführen.Ein Account-Manager organisiert Deine Workflows mithilfe von Standard-Filtern. Dies kann im Laufe der Zeit zur Inklusion von inaktiven oder doppelt vorgeschlagenen Partnern in Deinen Shortlists führen.
Performance and reportingSofortiger Zugriff auf Performance-Metriken und klare, handlungsorientierte  Insights. Du bekommst zudem Zugriff auf mehrere Touchpoints im Conversion-Funnel. Standard-Berichte werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt oder nach Vereinbarung monatlich bzw. quartalsweise zugestellt. Für den Zugriff auf Deine Daten oder die Optimierung Deiner Partnerstrategie auf deren Basis bist Du auf die Hilfe eines Account-Managers angewiesen.
Security and fraud detectionDeine gesammelten Daten sind das mächtigste Tool, um Betrug in Deinem Affiliate-Programm aufzudecken*. Sieh Dich nach einer SaaS-Plattform um, die betrügerische Partner identifiziert und blockiert.Partnernetzwerke gehen heutzutage weit konsequenter gegen Betrug vor, aber der Vorgang hierbei erfolgt oft manuell. Ein Traffic-getriebenes Provisionsmodell mit dem Versprechen schneller Gewinne kann dazu führen, dass auch  unmoralische Publisher angezogen werden.* (Sie finden Schlupflöcher, die simple Anti-Betrugs-Maßnahmen aushebeln können.)

4. Wie du im Affiliate-Marketing als Publisher durchstartest

Nicht nur Advertiser profitieren von Affiliate-Marketing-Technologien – es gibt etliche großartige Partnerprogramme, -netzwerke und -plattformen, durch die auch Publisher kräftig absahnen können. Bevor Du Dich jedoch dazu entschließt, selbst Affiliate zu werden, lohnte es sich, Deine eigenen Werte und Ziele als solcher festzulegen.

Dinge, die Du beachten solltest, wenn Du zum Affiliate werden möchtest:

Welche Art von Produkten und Dienstleistungen möchtest Du bewerben?

  • Möchtest Du kleinere Nischenmarken bewerben – oder größere, populärere Unternehmen?
  • Hast Du bereits spezielle Marken oder Unternehmen im Sinn, mit denen Du gerne eine Partnerschaft eingehen würdest?
  • Schaust Du zu irgendwelchen Affiliates auf, von denen Du lernen kannst?
  • Hast Du den Traffic, das Engagement oder genug Popularität innerhalb Deines Publikums, um Partnerschaften anzuziehen?
  • Möchtest Du ausschließlich nachhaltige oder moralisch einwandfreie Advertiser unterstützen?

Falls Du noch keine große Followerzahl oder signifikanten Website-Traffic hast, arbeite zunächst daran. Erstelle regelmäßigen Content und Posts, um dein Engagement zu steigern, und lerne von anderen Affiliates. Online findest du zudem zahlreiche Tutorials und weitere Ressourcen, die dir dabei helfen können, darunter auch diese Tipps, wie du qualitativ hochwertigen Traffic für Deine Website generierst*. Hast Du dann Dein Publikum samt genügend Engagement und fühlst dich bereit dazu, loszulegen, ist der nächste Schritt Recherche!

3 Dinge, die Du Dich fragen solltest, bevor Du einem Partnernetzwerk beitrittst

Bevor Du richtig losstartest und Dich bei jedem Netzwerk und auf jeder Partnerplattform, die du finden kannst, anmeldest, frag Dich zunächst:

1. Welches Zahlungsmodell findest Du am vorteilhaftesten?

Ist es wahrscheinlicher, dass Deine Fans schon beim ersten Klick auf Deinen Tracking-Link kaufen oder dass sie stattdessen später zurückkehren und erst dann konvertieren? Suchst du nach klassischen Provisionsstrukturen über ein Partnernetzwerk? Oder hättest du lieber personalisierte Zahlungen, die für First-Click oder Awareness-Steigerung über eine SaaS-Plattform entlohnen? (Oben haben wir Dir die verschiedenen Arten von Affiliate-Zahlungsmodellen bereits kurz vorgestellt.)

2. Passt mein Publikum zu den Produkten und Dienstleistungen, die ich bewerben möchte?

Falls Dein Publikum vornehmlich aus Vertretern der Gen Z besteht, wirst du von einer Partnerschaft mit einem Unternehmen, das auf Menschen im Alter von 50+ abzielt, kaum profitieren. Überleg Dir deshalb, welche Advertiser genau Dein Publikum erreichen möchten. Hast Du (noch) keine Ahnung, dann finde es heraus. Nutze Websites und Social-Media-Analyse-Tools, um relevante Berichte zu erstellen. Dies hilft Dir dabei, Deine Positionierung als Affiliate-Partner zu definieren und die richtigen Advertiser zu erreichen.

3. Hast Du es ausschließlich auf richtig lukrative Deals abgesehen oder gibst Du Dich mit allem zufrieden, das funktioniert?

Ein großer Pool an Publishern bzw. Partnern bietet massig Gelegenheiten, aber auch jede Menge Konkurrenz. Wenn Du Deinen Wert als Partner belegen kannst, lohnt es sich, den Partnerprogrammen von Unternehmen beizutreten, die Du tatsächlich liebst. Partnerplattformen können Dir dabei helfen, in direkten Kontakt mit Advertisern zu treten und mitunter sogar exklusive Partnerschaften auszuhandeln.

Falls Du keine Ahnung hast, wo oder wie genau Du als Partner loslegen sollst, dann sieh Dir auch mal dieses E-Book hier an und erhalte eine detaillierte Anleitung dafür, wie Du als Partner von impact.com durchstarten kannst.

Und sobald du bereit dazu bist, kannst Du direkt hier dem Impact.com-Partnernetzwerk beitreten.

Übersetzt von Kira Sabine Berger

 

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